Wer Namibia bereist, muss täglich ziemlich grosse Distanzen zurücklegen. Auf einer Tour können dies insgesamt bis zu 4000 km sein. Daher bevorzugen wir es, unsere Velotouren in einem bestimmten Gebiet durchzuführen. Die unten aufgeführte Tour konzentriert sich auf die zentralen und nördlichen Gebiete Namibias. Sie können ihre eigene Tour jedoch kürzer oder länger gestalten, indem sie gewisse Strecken auslassen oder Gegenden hinzufügen, die Sie gerne besuchen möchten. Ihre Tour kann sich auch gänzlich von der unten aufgeführten unterscheiden. Wir werden die Reise genaustens Ihren Wünschen anpassen.

Wir bevorzugen es, in kleinen Gruppen zu reisen. Die Reisekosten für eine Tour liegen bei 4 bis 6 Leuten allgemein tiefer als bei 1 bis 3 Leuten. Je nach Tour, benutzen wir Fahrzeuge mit 2- oder 4-Rad-Antrieb, wobei ein Fahrzeug höchstens 6 Leuten Platz bietet. Sie können Ihr eigenes Mountain-Bike mitnehmen oder eins von uns mieten.

Während Velotouren übernachten wir oft auf Campingplätzen, da dies praktischer und abenteuerlicher ist. Ihr Komfort wird darunter nicht leiden! Im Durchschnitt legen wir täglich 60 km mit dem Velo zurück und versuchen möglichst Autofahrten zu vermeiden. Ganz darauf verzichten können wir jedoch nicht, da uns das Auto zu den Orten bringt, die sich fürs Radfahren am Besten eignen. Während der Velotour steht den Teilnehmenden immer ein Transport- und ein Notfallfahrzeug zur Seite.

Wir liefern Getränke und Speisen für mindestens 4 und höchstens 13 Personen. Jede Strecke, die wir zurücklegen, weist einen gewissen Schwierigkeitsgrad auf. Schwierigkeitsgrad 1 ist leicht zu bewältigen, Schwierigkeitsgrad 3 entspricht einer anspruchsvollen Strecke. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie sich für unsere Velotouren interessieren.


1. Tag: Walvis Bay Bungalows. Mittags Ankunft am Flughafen von Walvis Bay. Gemütliche Radfahrt im geschützten Ramsar-Feuchtgebiet in der Lagune von Walvis Bay. Unter den vielen schönen Tierarten, die wir dort antreffen, befinden sich der Zwergflamingo und der grosse Flamingo. Anschliessend begeben wir uns zur berühmten Düne 7, die grösste Sanddüne der Umgebung. Rückkehr bei Sonnenuntergang.
35 km, Schwierigkeitsgrad 1

2. Tag: Swakopmund Bungalows. Mit dem Rad fahren wir zum nahe gelegenen Hafen und unternehmen einen 4-stündigen Bootsausflug. Wir sehen Delphine, Robben, Pelikane und verschiedene andere Meerestiere. Anschliessend geniessen wir an Bord frische Austern aus Walvis Bay sowie Champagner. Am Nachmittag fahren wir mit den Velos nach Swakopmund. Majestätische Sanddünen und der Atlantische Ozean säumen die 30 km lange Küstenstrasse. Abends Ankunft in Swakopmund.
40 km, Schwierigkeitsgrad 1

3. Tag: Cape Cross Lodge. Transfer nach Henties Bay mit dem Auto (rund 70 km). Von dort aus fahren wir mit dem Velo entlang der Skelettküste nach Cape Cross, wo 1485 der portugiesische Entdecker Diego Cao als erster Europäer an Land kam. Nach der Ankunft in der Lodge spazieren wir zur Robbenkolonie, wo über 80 000 Robben leben. Es ist eine der grössten Robbenkolonien von ganz Afrika - und sogar weltweit. Wir übernachten in der wunderschönen Cape Cross Lodge. Am Abend werden uns am Kamin Geschichten aus Cape Cross bewegter Vergangenheit erzählt….
60 km, Schwierigkeitsgrad 1

4. Tag: Save the Rhino Camp (STR). Ugab-River. Wir fahren mit unseren Velos entlang der Küste und durch die Namib-Wüste zum STR-Camp, das Spitzlippen-Nashörner und Wüstenelefanten durchwandern. Die Gegend ist sehr einsam und wunderschön. In der Ferne erkennen wir die Silhouette des Brandbergs. Unterwegs treffen wir vermutlich auf verschiedene Oryx-Antilopen, auf Springböcke sowie auf die berühmte Welwitschia-Pflanze. Unser Weg ins Landesinnere führt uns zudem vorbei am uralten Messum-Krater. Falls notwendig, legen wir einen Teil der Strecke mit dem Auto zurück. Übernachtung im Zelt nach einem Nachtessen am Lagerfeuer.
100 km, Schwierigkeitsgrad 2-3

5. Tag: Brandberg West Camping. Wir verlassen die Mondlandschaft des STR-Camps und begeben uns mit dem Rad zum Brandberg. Die Strasse ist kaum befahren. Wir geniessen die Aussicht auf die entfernte Karoo-Landschaft, die sich nördlich des Ugab-Rivers erstreckt. Die Gegend ist übersät von Welwitschias und seltsamen Gesteinsformationen. Schlussendlich erreichen wir unseren Campingplatz beim Brandberg und geniessen die Aussicht auf die Sonne, die über der Namib-Wüste untergeht. Beim Brandberg leben viele wilde Tiere, darunter Bergzebras, Leoparden, Paviane, Springböcke sowie Vögel wie der Felsen-, der Kampf- und der Schlangenadler.
60 km, Schwierigkeitsgrad 3

6. Tag: Brandberg North Camping. Per Rad gehts weiter zur nächsten Etappe. Unser Weg führt uns entlang dem Ufer des ausgetrockneten Ugab-Rivers. Unser nächstes Lager befindet sich in der Nähe der berühmten Tsisab-Schlucht. Dort hat es hunderte von Felsmalereien, darunter auch die berühmte Weisse Dame, die wir uns ansehen werden. Wir radeln am Fuss des Berges entlang, der sich über rund 40 bis 50 km erstreckt. Der Brandberg entstand aus der vulkanischen Aktivität als die Kontinente Südamerika und Afrika vor rund 130 Millionen Jahren auseinanderdrifteten. Er besteht aus mächtigen Granitfelsen und beherbergt den höchsten Berg Namibias, den 2600 Meter hohen Konigstein.
50 km, Schwierigkeitsgrad 3

7. Tag: Twyfelfontein Country Lodge. Wir legen eine kurze Strecke mit dem Auto zurück und radeln dann weiter nach Twyfelfontein. Die Strecke führt uns durch eine weite, offene Savannenlandschaft und durch Gegenden, die mit Felsblöcken aus Granit übersät sind. Schlussendlich kommen wir bei den Karoo-Sandsteinen von Twyfelfontein an. Wir besichtigen die schönen Felsgravuren, die in die Sandsteine geritzt sind, sowie zwei geologische Wunder: den “Verbrannten Berg” und die “Orgelpfeifen”. Übernachtung in einer komfortablen Lodge.
70 km, Schwierigkeitsgrad 2

8. Tag: Palmwag Lodge. Wir machen uns auf den Weg zur Palmwag Lodge. Insgesamt legen wir 120 km zurück, einen Teil davon mit dem Auto. Mit dem Rad bewältigen wir lediglich die interessantesten Strecken. Die Reise führt uns vorbei an weiten, offenen Graslandschaften und Sanddünen und wir erreichen schlussendlich das Etendeka-Plateau. Dieses Gebiet ist das einzige in ganz Namibia, das aus Überresten von Lavaflüssen besteht. Das vulkanische Gestein schoss aus der Erde, als der Kontinent Gondwana auseinanderbrach. In diesem Gebiet bedeckte es die Erde bis in einer Tiefe von 1000 Meter. Wir bewältigen einen Bergpass und gelangen in ein abgeschiedenes Gebiet, das die meisten frei lebenden Spitzlippen-Nashörner und Wüstenelefanten Namibias beherbergt. Übernachtung unter Makalani-Palmen auf einem Campingplatz am Ufer des Uniab-Riviers.
50-100 km, Schwierigkeitsgrad 2

9. Tag: Etosha-Nationalpark, Okakuejo. Wir fahren mit unseren Velos den Grootberg-Pass hinauf in Richtung Kamanjab. Die restliche Strecke bis nach Etosha bewältigen wir mit dem Auto. Der Etosha-Nationalpark ist fast 24'000 km2 gross. Er beherbergt eine unvorstellbare Vielfalt an wilden Tieren. Im Nationalpark liegt eine 4000 km2 grosse Salzpfanne, die sich alle paar Jahre mit Wasser füllt. Am späten Nachmittag unternehmen wir eine Pirschfahrt. Unterwegs sehen wir vielleicht eine Elefantenherde auf ihrem Weg zu einer Wasserstelle oder Löwen, die ihre Beute verzehren… Wir übernachten in einem Bungalow oder auf dem komfortablen Campingplatz. Wir verbringen abends noch viele Stunden am Wasserloch von Okakuejo und beobachten dort die Tiere. Die Elefanten und die Nashörner sind manchmal nur 1 bis 2 Meter von uns entfernt.
40 km, Schwierigkeitsgrad 2-3

10. Tag: Etosha-Nationalpark, Okakuejo. Wir sind den ganzen Tag im Park unterwegs. Dabei fahren wir gemächlich durch den Etosha-Park und halten bei Wasserlöchern und wann immer sich Gelegenheit bietet Tiere zu beobachten. Mittags rasten wir in Halali. Übernachtung in Bungalows oder auf dem Campingplatz in Okakuejo.

11. Tag: Spitzkoppe Camping. Mit dem Auto fahren wir über Outjo und Omaruru zu den Erongo-Bergen im Norwesten Namibias. Anschliessend Weiterfahrt mit dem Velo auf einer malerischen Strecke, die zur Spitzkoppe führt, das “Matterhorn” Namibias. Im Schatten des mächtigen Erongo-Massivs, durchqueren wir die mit gelben Grasbüscheln bewachsenen Ebenen der Wüste. Die Spitzkoppe ist ein mächtiger Inselberg aus Granit, der sich über das umliegende Wüstengebiet erhebt.
60 km, Schwierigkeitsgrad 2

12. Tag: Spitzkoppe Camping. Die Spitzkoppe und die umliegende Gegend eignen sich hervorragend für Wanderungen, Velofahrten und Klettertouren. Die steilen Felswände sind Namibias grösste Kletterherausforderung: das ist der Grund, weshalb sie auch Kletterer aus fernen Gebieten anlocken. In dieser Gegend ist die Wüstenfauna und -flora einzigartig. Beheimatet sind hier der Köcherbaum (Aloe Dichotoma) mit seinen schönen Blumen sowie der Namibschnäpper (Herero Chat), eine endemische Vogelart, die nur in diesem Gebiet und nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt. Wir erkunden die faszinierende Gegend mit dem Velo und bestaunen dabei die bizarren Gesteinsformationen, darunter die “Brücke”. Den Tag lassen wir mit einem Besuch des “Bushmans Paradise” ausklingen, ein verstecktes Tal, in dem einst die Buschleute lebten.
30-50 km, Schwierigkeitsgrad 2

13. Tag: Swakop River Canyon Camping. Fahrt zur Mondlandschaft des Swakop-Canyons. Mit unseren Velos radeln wir durch diese einsame Gegend, die der Swakop-River und die permanenten Südwestwinde während Millionen von Jahren geformt haben. Die Mondlandschaft ist ein wahrhaftes Wüstengebiet, in dem nur Sukkulenten und die gelegentlichen Grasbüschel eine Überlebenschance haben. Wir sehen riesige Welwitschias und Naras, die über Jahrhunderte den Hottentots und den Buschleuten, die durch die Wüste zogen, als Nahrungsmittel dienten. Wir erkunden diese verlassene und dennoch wunderschöne Gegend der Namib-Wüste, die einst Nashörner, Elefanten und Löwen durchwanderten. Unsere letzte Campingnacht verbringen wir in einem geschützten Canyon - um uns die stille Weite einer der ältesten Wüsten der Erde.
30-40 km, Schwierigkeitsgrad 3

14. Tag: Swakopmund. Pension oder Lodge. Mit dem Velo fahren wir zur Goanikontes-Oase und erreichen anschliessend Swakopmund. Unser Weg führt uns von den “Badlands” zu den Hochebenen, die uns einen Gesamtüberblick der Gegend ermöglichen. Wir können die Mondlandschaft von oben bestaunen. Wir erreichen das gemütliche Küstenstädtchen Swakopmund und checken in einer Pension oder Lodge ein. Nachmittags shoppen wir genüsslich. Am Abend können wir noch frische Meeresspezialitäten geniessen, danach gehen wir zu Bett, um uns auf den Rückflug vorzubereiten.
55 km, Schwierigkeitsgrad 1-3

15. Tag: Rückflug ab Walvis Bay.